Top

Chromagenlinsen

Was sind Chromagen-Kontaktlinsen?

Beispiel Farbsehschwäche

Chromagen-Kontaktlinsen wurden ursprünglich entwickelt, um Menschen mit Farbsehschwächen zu helfen. Mittels Farbfiltern wird in systematischen Tests der Filter gesucht, der bei Betroffenen zur bestmöglichen Wahrnehmung von Farben führt. Basis der Tests ist jeweils der subjektiv wahrnehmbare Seh- bzw. Wahrnehmerfolg. Farbfehlsichtige, die zusätzlich an Legasthenie leiden, berichten, dass Chromagen nicht nur ihre Farbwahrnehmung verbessert, sondern auch einen positiven Einfluss auf ihre Lese- und Rechtschreibfertigkeiten ausübt.

Wirkungsweise bei Farbsehschwächen

Die Wirkungsweise von Chromagen kann bis heute nicht exakt erklärt werden: Man geht bei Farbfehlsichtigen davon aus, dass die Farbfilter die Zapfen und Stäbchen im Auge stimulieren und fehlende Farbpigmente ausgleichen. So helfen die Kontaktlinsen dabei, Farben besser zu unterscheiden. Die Anzahl der wahrgenommenen Farben und Schattierungen können dabei von circa 2.000 auf circa 6.000 gesteigert werden.

Wirkungsweise bei Legasthenie

Bei Legasthenikern harmonisieren die Filter vermutlich die Zusammenarbeit der Sehbahnen. Sie tragen so dazu bei, Störungen der visuellen Informationsverarbeitung zu überwinden. Diese sind mitverantwortlich für angeborene Lese- und Rechtschreibschwächen.

Sobald Sehreize das Auge verlassen, werden sie vom Sehnerv in die beiden Gehirnhälften weitergeleitet, die sie normalerweise synchron verarbeiten. Bei Legasthenikern werden die Reize dagegen nicht synchron, sondern mit einer zeitlichen Differenz aufgenommen. Vermutlich harmonisieren die Chromagen-Filter die Reizweiterleitung. Das führt zu ihrer synchronen Verarbeitung und trägt dazu bei, eine der Ursachen für Legasthenie zu überwinden.

Wie erfolgversprechend ist die Therapie mit Chromagen?

Chromagen-Kontaktlinsen können Farbsehschwächen und Legasthenie nicht heilen. Sie können aber helfen, dass die Betroffenen im Alltag spürbar weniger unter ihrem Handicap leiden müssen.